Foto: Aga
Aga hat mir das Foto der Ziege zur Verfügung gestellt. Danke dafür.
Sie hat im Süden Deutschlands eine besondere Ziegenart gefunden. Im ersten Moment kann man diese mit den Bunt- oder Blauziegen verwechseln. Auf die Fellzeichnung kommt es an!
Die Cloud-Ziegen findet man gerne auch in der Münchener Verwaltung. Sie wirkt optisch ansprechend und einfach zu handhaben, aber nach gewisser Zeit, wenn man sie reichlich gefüttert hat, macht sie einen auf zickig, rückt nichts mehr raus und alles was sie bekommen hat verteilt sie wild in der Gegend oder an zwielichtige Wesen bzw. verweigert einfach komplett die Zusammenarbeit. Man wird sie auch sehr schwer los, da sie sich tief im System einnistet und viele Fenster blockiert, sperrt oder verschwinden läst
Wie man sicher merkt, gehören die Zugziegen zu meiner Lieblingsgattung.
Auf dem Bild kann man schön die verschiedenen Stufen der farblichen Veränderung des Fells von Schwarz/Weiß über Braun/Weiß bis zu Uniweiß erkennen. Nach einem Übungsflug im Schwarm erholen sich die gut genährten Tiere auf den Wiesen von OWL.
Das Wiederkäuen hat im Übrigen bei diesen Ziegen noch eine zweite Bewandtnis:
Durch die großen Luftdruckuntertschiede in den verschiedenen Höhen müssen auch die Zugziegen Kaubewegungen machen um den Druck auf den Ohren zu beseitigen. Daher gibt es an verschiedenen Orten im Warburgerland den Spitznamen: Kaugummiziege!

Kurz vorher noch im Tarnmodus am Himmel am Milktrail zu erkennen, ist der Schwarm bei uns gelandet. Wie jedes Jahr sind es mal wieder weniger, welche ihr Sommerhabitat erreicht haben. Die Schlechtwetterereignisse im Mittelmeerraum machen ihnen zu schaffen und auch, wenn sie die Alpenquerung geschafft haben, droht von Politikern im südlichen Freistaat Ungemach:
Damit die Weißwurstproduktion nicht stoppt, sind dort diese friedlichen Tiere zum Abschuss freigegeben.
Zum Glück hilft der Tarnmodus, diese gefährliche Zone gut zu überqueren. Allerdings schaffen es einige Zugziegen nicht mehr, wahrscheinlich durch Umweltstress und Umweltgifte, in diesen zu wechseln und werden dann Opfer dieser freistaatlicher Ballerei.

Gestern noch vermisst, jetzt sind sie da!
Unsere Zugziegenherde.
Sie wirken ein wenig entkräftet vom langen Flug über die Alpen und kleiner geworden ist die Gruppe auch. Wahrscheinlich gab es wieder Zwischenfälle im südlichen Deutschland. Gerade in Coronazeiten und besonders im Lockdown wird den Tieren aufgelauert um Abwechslung in den tristen Alltag zu bekommen.
Eine junge Bergziege bei ihrer Nasenreinigung:

Dank an Horschtel für das Überlassen des Fotos
Junge Bergziegen sind noch in der Lage ihre Nase mit der Zunge zu reinigen. Bei älteren degeneriert die Zunge ein wenig und denen ist es dann in der Regel nicht mehr möglich!
Hurra, ganz frisch gesichtet:
Der Schwarm Zugziegen ist wieder zurück. Am Fell kann man sehr gut den strapaziösen Flug erkennen. Einzelne haben aber schon das Sommerkleid angezogen.
Der Schwarm scheint ein wenig dezimiert zu sein, aber bei der anstrengenden Reise über die Alpen gibt es jedes Jahr Verluste zu beklagen